Update: Twitter And Why The BtB Business Model Seems To Be Promising

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Yesterday Mashable reported, that NYPEXX estimates that Twitter might generate a revenue of US-$ 283 million in 2013 (how exactly, they’re not sure either)” and puts the value of the company at US-$ 1.13 billion.  It’s definitely strange to guess the future revenue of a company that hasn’t even  revealed its business model. According to the report, facebook is expected to generate US-$ 710 million in revenue next year. That would represent more than a 40 percent increase  from this year. So NYPPEX is quite bullish for Social Media in 2010. Maybe this is  kind of a “paving the road to the Social Media Hype on Wall Street” approach in the run-up to facebook’s expected IPO.

With revenue level at around US-$ 283 million Twitter should be highly profitable in 2013: Assuming a lean cost structure we think break-even should be around US-$ 60 – 80 million. The company has outsourced the greater part of software development to a growing Twittersphere. With a small number of employees and in view of the fact that the Hype around Twitter is doing most of the marketing the company should run at relatively low costs compared to facebook, google et al.  Interestingly the founders of Twitter have a totally different level of revenue  expectation for 2013: 1 billion subscribers and one dollar per subscriber in revenue p.a. [i.e. US-$ 1 billion in revenue]. Let’s put aside this ambitious expectation. To see that analysts see Twitter running at a profitable basis is very good news. Given the fact that this year’s revenue is said to be mere US-$1.3 million!

                                                                                                                                                                                                                                                   

Let’s go ahead with good news about Twitter. Reading DELL’s blog post today I learned that the DELL people managed to generate a Twitter-related revenue of around US-$ 6.5 million so far. And DELL seems to be happy with this development. Sure: US-$ 1.5 million are negligible compared to the total revenue of DELL of around US-$ 60 billion [in fact that’s just 0,01%]. But that’s how e-Commerce like amazon started more than a decade ago.

 

Is this good economic news compatible with my yesterday’s assumption that the HyperGrowth of Twitter has limits? I think yes. Twitter, as I pointed out yesterday, is the preferred medium for Blogger, media people and enterprises (as well as other organisations). Therefore the core users of Twitter are as well the primary target group for companies like DELL as they are the gateway into SocialMedia Marketing. Bloggers and media people are synapses for the information flow within the Web. They value and spread the information towards potential customers of DELL. If I were Biz Stone, Jack Dorsey or Evan Williams I would make a BtB approach to one of the pillars of Twitter’s business model.

Twitter could capitalize on the approach of DELL and other businesses. It could for example sell paid premium accounts on the basis of the tons of data they have. They’ve of course recognized the enormous value that the Twitter generated data flow [information and meta-data] constitutes. Evan  Williams to WIRED: “We have a hell of a lot of data right now. And we’ll have an unfathomable amount in five years.” And to analyze and package the information of billions of tweets may be the most promising revenue stream. A strategic focus on blogoshpere and enterprises [i.e. a BtB approach] could turn Twitter into a money machine. Unfortunately this strategy conflicts with Twitter’s high flying plans to have 1 billion subscribers in 2013 and to develop itself into the largest mass medium ever….

LBS-Services vergolden Twitter!?

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Twitter hat mit dem Geo-Tagging die Grundlage für sein (derzeit nicht bekanntes) Geschäftsmodell gelegt. Eine Studie der Gartner Group über die „Top 10 Mobile Consumer Applications for 2012“ geht davon aus, dass der Markt für Location Based Services (LBS)-Technologien von US-$ 96 Millionen im heurigen Jahr auf US-$ 526 im Jahr 2012 anwächst. Mit diesen Technologien wird das mobile Marketing explosionsartig wachsen orakelt Gartner weiters. Von den US-$ 530 Millionen, die 2008 weltweit umgesetzt wurden steigt der Mobile Marketing-Umsatz bis 2012 auf US-$ 7,500 Millionen, vervierzehnfacht sich also. Ein Wachstum von mehr als 1.400% in 3 Jahren. Das scheint doch eine gesunde wirtschaftliche Basis für unser Twitter zu sein oder?

Die Studie habe ich im übrigen auf der tollen Seite Mobiler Zeitgeist in einem Artikel von Heike Scholz gefunden, die natürlich auch auf Twitter zu Hause sind. Ich empfehle, ihr zu folgen.

Twitter 2.0: Geo-Tagging als Basis für die paid premium accounts?

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Mit Twitters Geo-Tagging lassen sich die einzelnen Updates mit der Örtlichkeit (Location) des Versenders verknüpfen und damit "Location Based Services (LBS)" umsetzen. Das ergibt in Verknüpfung mit real-time Kommunikation a la Twitter natürlich sehr verlockende kommerzielle Aspekte. Das nächste Goldene Kalb der Vermarkter ist "Location Based Marketing". Damit wird Twitter wohl bald sehr viele Freunde in der Marketing-Szene haben bzw. endlich sein Geschäftsmodell und seine Umsätze finden. Eine tolle Basis für die zuletzt für das Jahresende 2009 angekündigten „paid premium accounts“ ist Geo-Tagging allemal. Die erzeugten Daten sind wohl nicht mit Gold aufzuwiegen. Unter den ersten Anwendern des Geo-Tagging-Features befindet sich der Social Media Client von Seesmic. Seesmic ist laut TwitStat die fünftgrößte Twitter-Client.

 

Dimensionen von Google Books: die neue Alexandrinische Bibliothek

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"Das Wissen der Welt organisieren", so das unbescheidene Unternehmensziel von Google. Seit 2002 arbeitet Google auch im Buchbereich an der konsequenten Umsetzung des Zieles. Im Rahmen des Projekts Google Books werden Millionen von Büchern gescannt, mit Texterkennungssoftware bearbeitet und in einer Volltext-Datenbank gespeichert. Google Books ist Googles Version des Mondflugs oder die neue Alexandrinische Bibliothek. Von den weltweit mehr als 35 Millionen Buchtiteln sind bereits mehr als 10 Millionen erfasst. In wenigen Jahren sollen es bereits 15 Millionen sein. Das sind rund 4,5 Milliarden erfasste Buchseiten. Das einzigartige Projekt zielt, wie Jeanette Hofmann in ihrem hervorragenden Artikel „Zukunft der digitalen Bibliothek“ beschreibt, in erster Linie auf die rund 70% der vergriffenen oder verwaisten Bücher ab. Nur 10% der Buchartikel befinden sich überhaupt im Handel. Google Books schafft mir seinem Projekt den Zugang zu einer heute verlorenen und in knapp 21 Millionen vergriffenen oder verwaisten Buchtiteln enthaltenen Wissensbasis.

Da Google niemals kleckert wird auch gleich eine global agierende Lizenz- und Verwertungsgesellschaft gegründet und finanziert. Google hat sich mit der Google Books bereits jetzt ein Monopol im Bereich der Digitalisierung der Bücher geschaffen und heftige Diskussionen ausgelöst. Schafft Google Books einen neuen, für alle Menschen einfach zugänglichen Wissenspool und beseitigt damit die Digitale Kluft zwischen reichen und armen Gesellschaften oder verletzt Google damit Urheberrechte bzw. welcher Wert ist höher einzuschätzen. Monopolisiert Google das Wissen und vergoogelt sich die Welt dabei nicht zu sehr? Wie auch immer. Diese Diskussion wird noch lange dauern aber beeindruckend ist dieses Projekt allemal.

 

 

Hype Cycle Report von #GartnerGroup und die Positionierung von twitter

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Gartner Group hat gestern den Hype Cycle Special Report für neue Technologien veröffentlicht. Richard MacManus hat darüber einen super Artikel betreffend der Einschätzung von twitter in diesem Report geschrieben. Generell sieht Gartner Group Web 2.0 als transformational (also sehr wichtige) Technology, twitter jedoch eher als bescheidene, derzeit gehypte Technologie.

Richard zweifelt in seinem Artikel an, ob Gartner Group dabei das real-time Phänomen bzw. die real-time Ecosphere twitter richtig erkannt und nicht nur auf die Microblogging-Technologie reduziert hat. Letzteres dürfte der wohl der Fall sein. Web 2.0 und real-time lassen sich aber nicht trennen, sondern sind Teil eines neuen Kommunikations(Sozialisierungs)verhaltens. Das hat auch facebook erkannt, als es kürzlich FriendFeed übernommen hat.

Für mich ist der real-time Aspekt (z.B. Suche) von twitter DAS eigentliche Neue an der Plattform. Weniger die Technologie als vielmehr das dahinter stehende Konzept bzw. die Idee. Damit sehe ich twitter entweder als die phänomenologische Vollendung von Web 2.0 oder dessen Transzendenz in Richtung Web 3.0.

Unser gemeinsames Twitterbuch ist fertig: Bitte um Test und Feedback!

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Wir [Twitterasti, facebooker] haben gemeinsam mit vielen anderen Twitterern unter Führung des Kreativdirektors und Texters Thomas Kratky ein gemeinsames Twitterbuch versucht. Inspiriert von den Twitterastis Sarah Milstein & Tim O’Reilly und ihrem The Twitter Book, herausgegeben mit unserer Begeisterung über Twitter und geschrieben mit Beiträgen und Bemerkungen diverser Twitterasti [danke u.a.. @kigo, @werner_b, @tweetaj, @drastil, @tomsteiner, @weinreporter, @eleven_s etc etc] geschrieben worden. Unter dem Titel Twitter-Gewitter haben wir versucht, ein Buch für private wie berufliche Twitter-Einsteiger zu verfassen. Mit einem Teil des Erlöses wollen wir die bemerkenswerten Aktivitäten des Vereins Digitalks von Meral Akin-Hecke fördern und damit sicherstellen, dass Twitter wie die neuen Medien insgesamt ihren Weg zu allen Menschen finden.

 

Twitter ist derzeit ein heißes Thema (Phänomen), das aber erklärt werden muss. Deswegen hat Twitter selbst vor wenigen Tagen einen Twitter Guide für Unternehmen herausgegeben, das heute ein Trendthema ist. Das Besondere an unserem Buch ist neben der deutschen Sprache die Möglichkeit der Personalisierung, d.h. Namen am Cover und persönliche Widmung. Also ein typisches Geschenk für Menschen, die vielleicht noch nicht mit Twitter kommunizieren oder neu bei Twitter sind. Das nennt man gemeinhin Web-to-Print-Verfahren und scheint uns dem Twittern angemessen. Produziert wird das Buch von unserem Partner MEXX.media, wofür wir uns bedanken. Bevor wir das Buch im Handel - wie über amazon – verkaufen, würden wir gerne euer geschätztes Feedback erfahren. Wir stellen das Buch daher heute um € Null in den Shop und bitten um Eure feedbackgebende Teilnahme bzw. Bestellungen: am besten, über jedes und alles: Bestellprozess, Buch, Grafik etc. Als Gegenleistung kostet euch das Buch nur die Anstrengung der Bestellung und bringt euch unsere Wertschätzung und Dankbarkeit. Twitter sollte es doch möglich machen. Vielen Dank!

 

Hier geht es zum Buch: Twitter-Gewitter! oder zu meinem Twitter-Account: http://twitter.com/twtrgewitter.

 

Facebook Credits und das Wunder von Wörgl

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Facebook arbeitet seit einigen Monaten an einer eigenen [virtuellen] Währung, den so genannten facebook credits. Heute fand ich dazu einen Bericht in der Süddeutschen. Das Konzept von Komplementärwährungen ist nicht neu und kann auf beeindruckende Erfolgsgeschichten wie auch auf prominente Proponenten [zB John Maynard Keynes] verweisen. Gerade in klar abgesteckten Gemeinschaften und Kundengruppen hat und hatte das Konzept seine teilweise beeindruckenden Erfolge. Das Wunder von Wörgl ist eine dieser Erfolgsgeschichten. In der Krisenzeit der 1930er Jahre mit hohen Inflationsraten und dem damit einhergehenden Vertrauensschwund in das nationale Geld hatte die österreichische Gemeinde Wörgl eine lokale Komplementärwährung [neben dem Schilling] in Form von so genannten Arbeitswertscheinen aufgelegt, die man sich durch seine Arbeitsleistung verdienen konnte. Das Modell war sehr erfolgreich und erregte internationale Aufmerksamkeit. Der Staat hatte damit natürlich keine Freude und der Anschluss an Deutschland beendete dieses vielversprechende Experiment.

Das grundsätzliche Konzept der Komplementärwährung sieht vor, dass sie in Zusammenhang mit der Arbeitsleistung der Mitglieder innerhalb einer Gemeinschaft steht, diese verbrieft und damit tauschfähig macht. Im Pflegebereich wird das Konzept zB in Japan erfolgreich über Zeitkonten und Zeitgutschriften für Pflegetätigkeiten eingesetzt. Wer sich für Konzepte der Komplementärwährungen näher interessiert, sollte sich die Bücher von Bernd Lietaer oder Margrit Kennedy zu Gemüte führen.

Die Idee einer virtuellen Gemeinschaftswährung nach dem Modell von Wörgl liegt bei facebook sehr nahe. Als virtuelle Gemeinde könnte Facebook damit die „Investitionen“ seiner Mitglieder in die Community, die diese in Form von Updates, Uploads, Eröffnung und Moderation von Groups etc leisten, gezielt fördern und belohnen. Letztlich profitiert facebook von jeder dieser Aktivitäten, gerade weil das Unternehmen ein werbefinanziertes Geschäftsmodell betreibt und daher neben der Anzahl der registrierten und Unique User auch deren Verweildauer und Nutzungshäufigkeit kommerziell relevante Faktoren sind.

Ein Konzeptionsfehler liegt meines Erachtens aber darin, dass facebook die Credits an die Mitglieder verkauft und diese die Credits dann im freien Ermessen verteilen. Besser wäre es wohl, wenn facebook die Credits an die Mitglieder für deren Aktivitäten nach einem zentralen Entlohnungsschema vergibt und die Möglichkeit des Eintausches der Credits in einem eigenen Shop oder in Shops von Partnern bietet. Gerade für digitale Güter bieten sich die facebook credits an. Damit würde facebook die Mitglieder an der Wertsteigerung der Plattform beteiligen und könnte so zu einem echten, kommerziell nutzbaren, Trägersystem für eine neue virtuelle Web-Währung werden.

 

Social Media Geschäftsmodelle im Vergleich: XING gegen facebook und StudiVZ

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Das FreePremium-Modell

Dieser FreePremium Ansatz basiert auf der grundsätzlichen Überlegung, den Besuchern der Web-Site Basis-Dienstleistungen gratis [free] anzubieten und für darüber hinausgehende Premium-Services Geld [fee] zu verlangen. Die free Basis-Services führen neue Besucher zunächst an die Web-Site heran, ermöglichen ihnen eine erste Sozialisierung und sorgen damit auch für das erforderliche Benutzerwachstum bzw. die erforderliche Nutzensteigerung des Social Networks. Jeder neu hinzu kommende Nutzer erhöht, wie wir wissen, den Nutzen für alle andern Benutzer und des Netzwerks insgesamt [Netzwerk-Effekt].

 

Beispiel XING

Ein Beispiel für die erfolgreiche Umsetzung dieses FreePremium-Ansatz in Verbindung mit einem Subscriber-Modell ist XING. Der Anbieter von professional networking services hat es geschafft [Stand März 2009], knapp 8 % seiner gesamt rund 7,5 Millionen registrierten Benutzer in zahlende Premium-Kunden zu konvertieren, die als Subscriber zwischen € 4,95 bis € 6,95 p.m. bezahlen. Mit diesen etwa 600.000, für Premium-Services zahlenden Subscribern hat XING im ersten Quartal 2009 einen Umsatz von € 8,68 Millionen erzielt. Das sind knapp 80,6 % des Gesamtumsatzes von XING idHv € 10,76 Millionen. Über Merchandising und Fee Services [XING Marktplätze] konnte das Unternehmen weitere € 1,31 Millionen Umsatz generieren. Lediglich € 0,37 Millionen [quasi nichts und wegen Wirtschaftskrise auch noch rückläufig] wurden mit Werbung verdient. Vor allem wegen der zahlenden Subscriber konnte XING für Q1/2009 ein beeindruckendes EBIT von € 2,3 Millionen vorlegen, was einer beeindruckenden EBIT-Marge von über 21% entspricht.

 

Herausforderungen des Modells

Die Herausforderung bei der Modellierung des FreePremium-Ansatzes liegt sowohl in der Definition des Service-Portfolios aus free Basis- und fee Premium-Services wie auch in den Konvertierungsansätzen [free => fee]. Eine weitere zu klärende Frage ist, ob die fee Services sofort mit Beginn des Geschäftsmodells oder erst zeitverzögert auf Basis einer bestehenden Community eingeführt werden sollen. XING hat sich beispielsweise für die sofortige Einführung entschieden und hat mit einer intelligenten Abstufung der Informationsgewährung und -darbringung erreicht, dass sich die lernenden Kunden ab einem gewissen Erfahrungsniveau fast dazu gezwungen sehen, zu einem Fee-Premium-Kunden zu werden [Kritik dazu gibt es natürlich auch]. facebook oder StudiVZ, die sich eher auf private networking services positionieren bzw. von dort kommen, setzen auf werbefinanzierte Modelle. Darüber im Laufe der Woche mehr.

 

Die Dynamik des Modells

Bislang ist XING aber das einzig profitable Geschäftsmodell unter den Social Network-Betreibern. So weit so gut. Aber wie geht es weiter? Das seit 2003 bestehende XING ist eines der ältesten Social Networks, fast ein Jahr [das ist viel in der real-time Ära] älter als facebook und knapp 2Jahre älter als der facebook-Mutant StudiVZ. Das jüngere Facebook hat Anfang Q3/2009 mit knapp 250 Millionen über 30mal soviel und das noch jüngere und auf den deutschen Sprachraum konzentrierte StudiVZ (samt Ableger) mit rund 15 Millionen knapp doppelt soviel Benutzer wie XING mit seinen 7,5 Millionen. Bei der Top-Line-Wachstumsdynamik liegt XING also deutlich abgeschlagen hinter seinen Mitbewerbern. Ebenso bei kritischen Kenngrößen wie Unique User oder Pageimpressions. Das wird sich jedenfalls deutlich auf die ohnehin schon schwachen Werbeeinnahmen auswirken, von denen sich die Marktbeobachter und Analysten in den nächsten Jahren einiges erwarten.

 

Ein von Beginn an gefahrener FreePremium-Ansatz wirkt sich also offenbar negativ auf die Wachstumsdynamik des Geschäftsmodells aus und könnte damit z.B. das zukünftige Umsatz- und Einnahmenpotenzial von XING im Wettbewerb mit facebook, StudiVZ & Co nachhaltig schwächen. Ich erwarte mir jedenfalls bei facebook für heuer [trotz oder wegen der Wirtschaftskrise] einen Umsatz von knapp US-$ 600 Millionen und das erste Mal ein ausgeglichenes Ergebnis [EBIT] und 2010 einen wirklich schönen Gewinn. Dabei liegen die Chancen gut, dass sich die Gewinne von facebook 2010/11 in absoluten Zahlen tatsächlich dort befinden könnten, wo sich der Umsatz von XING bewegt. XING könnte also eher ein Social Media KMU-bleiben bzw. ein Übernahmekanditat werden.

 

Historische Lektionen und Schlussfolgerung

Vergessen wir nicht, dass Google bereits 1998 mit einem free services-Ansatz gegründet und finanziert wurde, andere Suchmaschinen von namhaften Herstellern [AltaVista von DEC, remember?] verdrängte und erst  mehr als 5 Jahre Jahre danach mit fee-Services [Adwords kam 2003] Gewinn machte. Heute ist Google unangefochtener Weltmarktführer mit monopolistisch aussehenden Gewinnen und Marktanteilen. Google ist zwar kein klassisches FreePremium-Modell, zeigt jedoch die Reichweitenkraft und Dynamik von free Service-Ansätzen in den Frühphasen von Startups mit neuen Geschäftsmodellen. Insofern gilt es bei der Modellierung des Geschäftsmodells zu überlegen, ob und wann die fee-Premium-Services eingeführt werden. Das wiederum hat direkte Auswirkungen auf die Finanzierung bzw. den Finanzierungsbedarf des Geschäftsmodells, der dann durchaus heftig sein kann. Also lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach?

 

Geschäftsmodelle im Social Commerce

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Seit Beginn der von Tim Berner-Lee [Mittlerweile zum Sir veradelt] Mitte der 1990er Jahre eingeläuteten Transformation von der analog-industriellen in die digital-vernetzte Ökonomie haben wir eine Evolution der webbasierten Geschäftsmodelle bzw. der Geschäftsmodellierung erlebt. In der Phase der New Economy bis 2001 stand mangels Erfahrungswerten eher ein exploratorischer "try and error-Ansatz" im Zentrum der meisten [e-Commerce] Geschäftsmodelle. Das Web war zu neu, um das ökonomische Verhalten der Menschen zu prognostizieren. In dieser Phase des Web 1.0 [diesen Begriff gab es damals nicht] sind die heute schon als Dinosaurier bezeichenbaren Web- bzw. e-Commerce-Unternehmen wie eBay, Amazon oder Yahoo entstanden. Mit etwas Verzögerung kam 2004 Google als Web 1.5-Unternehmen auf den Kapitalmarkt, damit in den kommerziellen Mainstream, eröffnete uns die suchende Navigation durch die wachsende Informationsdichte des Web und begründete die Googlenomics [viel Cash, viel Informationen und viel big brother].

Aber 2004 kam neben Google auch Tim O’Reilly und erzählte über neue Technologien und Web 2.0. Und heute werden die Web 1.x-Unternehmen von neuen Web 2.0-Unternehmen wie XING, facebook, myspace oder twitter ver/bedrängt. e-Commerce hat sich mittlerweile evolutionär in Richtung Social Commerce entwickelt und löst diesen allmählich ab. Im Social Commerce sehen wir eine interessante Fusion von Kommerz, Non-Profit, Sozialisierung und Freizeit auf Transaktionsebene. Während die großen Social Networks seit 2006 eine beeindruckende Steigerung hinsichtlich der Anzahl der Unique User [Grundlage aller kommerzieller (Konversions)überlegungen]  verzeichnet, sehen wir eBay oder yahoo mit schrumpfenden Unique User-Zahlen bereits in der Degenerationsphase. Bei der jüngeren Zielgruppe wie meinen Kindern (15 und 16 Jahre) ist eBay mittlerweile komplett out und ich damit definitiv alt. Und das bereits nach knapp 14 Jahren Unternehmensbestand. Auch das ein Beleg für die Erhöhung der organisatorisch-wirtschaftlichen Taktrate. Das TV benötigte noch mehr als 50 Jahre, um von der Wachstums- in die Degenerationsphase zu kommen.

Die Geschäftsmodelle des Social Commerce können auf die Erfahrungswerte des e-Commerce zurück greifen und werden sich aus diesen heraus entwickeln. Wie sehen mögliche Geschäftsmodelle in diesem Social Commerce-Umfeld aus? Das möchte ich hier in den nächsten Tagen in Form bestehender Ansätze diskutieren.

Social Media Daten wachsen weiter in den Himmel

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Mashable hat vor einer Stunde über den letzten Nielsen Report betreffend Social Media berichtet. Demgemäß ist die Anzahl der Unique User auf so gut wie allen Social Networks stark gestiegen. Twitter führt den Wachstumstross an und konnte von Juni 2008 bis Juni 2009 in den USA (!) einen Anstieg auf 21 Millionen Unique User verzeichnen was einer Wachstumsrate von knapp 2.000 Prozent entspricht. Facebook konnte im selben Zeitraum einen Anstieg aufn 87,3 Millionen verzeichnen und ist damit die hinsichtlich Unique User führende Social Media Site. Interessant mag auch noch sein, dass der durchschnittliche Benutzer im Juni 2009 über 31 Minuten in Twitter verbrachte wobei diese Zeit nicht jene Benutzer berücksichtigt, die über Social Desktop Clients wie Tweetdeck oder Seesmic mittels Twitter kommunizieren. Die Benutzer von diesen Desktops verbringen meines Erachtens erheblich mehr Zeit in Twitter als die reinen Web-Benutzer.